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Die Lebenshilfe Emden e.V., der Arbeitskreis Stolpersteine und das Ostfriesische Landesmuseum Emden sowie weitere Kooperationspartner*innen möchten am 3. Dezember 2026 auf dem Bahnhofsvorplatz in Emden das mobile Denkmal der Grauen Busse aufstellen. Das Denkmal der Grauen Busse wird dort ein dreiviertel Jahr stehen. Während dieses Zeitraums werden unterschiedlichste Veranstaltungen stattfinden.

Das Denkmal der Grauen Busse erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen „Aktion T4“, bei der ca. 300.000 psychisch kranke und geistig oder körperlich behinderte Menschen ermordet wurden – allein im Deutschen Reich, ohne Berücksichtigung der Ostgebiete. „T4“ ist die Abkürzung der Zentraldienststelle in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, die für die Planung des systematischen Massenmordes im Nationalsozialismus verantwortlich war. Die grauen Busse, nach denen das Denkmal benannt ist, wurden von 1940/41 von der „Gemeinnützigen Krankentransportgesellschaft“ eingesetzt, um Patient*innen aus Heilanstalten in Tötungsanstalten zu transportieren. Das Denkmal entspricht in Form, Farbe und Größe diesen Bussen und ist so konzipiert, dass man durch den Bus hindurchgehen kann. Innen ist die Frage eines Opfers „Wohin bringt ihr uns?“ eingemeißelt. Das Denkmal ist ein „Transportmittel der Erinnerung“. Durch das mobile Denkmal der Grauen Busse, das bereits an verschiedenen historischen Orten stand, wird die Erinnerung in die betroffenen Regionen getragen. Die systematische Vernichtung von Kranken und behinderten Menschen wurde thematisch erst in den 80er Jahren aufgegriffen, sowohl in den öffentlich-rechtlichen Nachfolgeorganisationen, in der Wissenschaft aber auch durch Angehörige selbst. Damit wurde eine öffentliche Diskussion angeregt. Dies ist und wird immer wichtiger vor dem Hintergrund der derzeitigen, wachsenden gesellschaftlichen und politischen Einflussnahme, die Vielfalt und Inklusion ablehnt und in Kosten denkt.

Literaturempfehlungen

  • Geraldine Oetken: Frieda, Fischer Verlag 2026
  • Pietro Floridia: T 4 Ophelias Garten, Verlag Psychiatrie und Geschichte; ZfB Südwürttemberg, 2006
  • Thomas Müller u.a.: Vergangen? Spurensuche und Erinnerungsarbeit – Das Denkmal der Grauen Busse, Verlag Psychiatrie und Geschichte; ZfB Südwürttemberg, Zwiefalten 2017
  • David Albahar: Götz und Meyer, Eichhorn AG, Frankfurt a.M., 2003

Literaturempfehlungen

  • Geraldine Oetken: Frieda, Fischer Verlag 2026
  • Pietro Floridia: T 4 Ophelias Garten, Verlag Psychiatrie und Geschichte; ZfB Südwürttemberg, 2006
  • Thomas Müller u.a.: Vergangen? Spurensuche und Erinnerungsarbeit – Das Denkmal der Grauen Busse, Verlag Psychiatrie und Geschichte; ZfB Südwürttemberg, Zwiefalten 2017
  • David Albahar: Götz und Meyer, Eichhorn AG, Frankfurt a.M., 2003

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